Schlammschlacht Online-Marketing: Wenn ein Esel den anderen „Langohr“ schimpft

Schlammschlacht Online-Marketing: Wenn ein Esel den anderen Langohr schimpft

Gestern, am 10.01.2017 war es soweit: Die ersten Abmahnungen gegen die Betreiber sogenannter „Fake-Test Seiten“ wurden der breiten Öffentlichkeit publik gemacht. Und zwar unter anderem durch keine geringere Plattform als DIE WELT.

In diesem Beitrag will ich meine persönliche Meinung zu den Geschehnissen zusammenfassen und einige Auswüchse besprechen, die die Diskussion angenommen hat. Außerdem möchte ich einige der beteiligten Parteien näher beleuchten.

Was bisher geschah

Seit einigen Monaten wird die Problematik der Fake-Test Seiten schon diskutiert. Zunächst fand das im kleinen Rahmen in Facebookgruppen statt und wurde später durch einzelne Personen, die sich für Datenschutz engagierten, auch langsam aus den Facebookgruppen heraus getragen. Viele Leuten, allen voran auch Betreiber von kostenpflichtigen Nischenseiten-Kursen gaben sich beratungsresistent gegenüber denen, die ihnen die Problematik der Verbrauchertäuschung näher bringen wollten.

Seit einigen Wochen rumorte es dann stärker. Die ersten Gerüchte von Abmahnungen (teilweise durch Verbraucherzentralen und teilweise auch durch Wettbewerbszentralen) machten in kleinen Kreisen die Runde und wurden auch teilweise bestätigt.

Um die Weihnachtszeit herum begannen dann einige Seitenbetreiber, die sehr in der Öffentlichkeit stehen, ihre Seiten umzustrukturieren. Zu nennen sind hier vor allem die Portale vergleich.org und alle Seiten von Nischenseitenkurs-Betreiber Fritz Recknagel (z.B. spuelmaschinen-tests.de). Spätestens hier war den meisten Beobachtern wohl klar, dass hier etwas im Busch war. Fritz Recknagel dementierte indirekt in einem Youtube Video aber Gerüchte über Abmahnungen und gab als Hauptgrund für die Umstrukturierung an, sich lieber „auf der sicheren Seite“ befinden zu wollen.

Gestern wurden dann der Artikel in der WELT veröffentlicht (leider nur nach Abschluss von einem kostenpflichten „WELT Plus“ Abo zugänglich) und bestätigte die Abmahnungen gegen mehrere Seitenbetreiber. Als „Untersuchungsleiter“ und „Experte“ wird im Artikel Daniel Brückner genannt, der sich auch schon in Facebook Gruppen in den Monaten zuvor stark gegen Fake-Test Seiten engagierte. Als abmahnende Parteien werden zum einen die Stiftung Warentest und der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) genannt.

Abgemahnt wurden laut dem Artikel unter anderem die folgenden Portale:

  • vergleich.org
  • warentest.org
  • spuelmaschinen-tests.de

Die Reaktionen auf den Artikel

In den einschlägigen Facebookgruppen sind die Diskussionen rund um das Thema natürlich regelrecht explodiert. Viele Nutzer taten sich durch Schadenfreude hervor, andere äußersten Unverständnis und gaben an, nicht von Ihrer Linie abweichen zu wollen.

In einzelnen Facebookgruppe, die einschlägigen Kursbetreibern gehören, wird die Diskussion des Artikels aktuell weitestgehend unterdrückt.

Das Interessanteste, was nach den Abmahnungen aber entstanden ist (und was mich zum Titel dieses Beitrags inspiriert hat) ist allerdings ein Artikel der Plattform testbericht.de: Fake-Testseiten: Amazons Affiliates und Googles Probleme

Die Scheinheiligkeit von Testbericht.de

In dem frei zugänglichen Artikel berichtet die Plattform, bzw. der dortige Autor Daniel Brückner, davon, dass die oben genannten Plattformen den Leser irreführen würden. Eine Ansicht, die ich grundsätzlich vertreten kann, da die genannten Seiten meiner Ansicht nach Paradebeispiele für Fake-Tests waren.

In einem groß angelegten „Testbericht“ prüft Brückner die Suchergebnisse zu mehreren produktbezogenen Suchbegriffen in Kombination mit dem Wort „Testsieger“ und testet damit die Ausmaße, die die Fake-Test-Seiten in den SERPs annehmen. Das Ergebnis ist (wie zu erwarten war) erschreckend.

Die Ironie an der Sache ist aber, dass testbericht.de an vielen Stellen gar nichts Anderes macht. Es werden Tests suggeriert, wo keine stattgefunden haben. Es werden Bestenlisten aufgestellt und mit Affiliate-Links auf Shops verlinkt.

Ein Beispiel: Bei der Google Suchanfrage „site:testbericht.de Schneebesen“ wird unter anderem das folgende Suchergebnis eingeblendet:

Testbericht.de SERPs mit Test

Hier wird meinem Verständnis nach dem User ein Test suggeriert. Öffnet man das Suchergebnis, sieht man zunächst mal weitere Hinweise auf einen Test (der sogar in 2017 stattgefunden haben soll) und eine Bestenliste:

Testbericht.de Produkt Ranking

Die Angabe, dass die Sortierung anhand der Popularität erfolgt, ist für meine Begriffe relativ unsichtbar. Und warum sollte man bei einem Test die Produkte auch anhand der Popularität sortieren? Angaben, wie die Bestenliste zustande kommt, werden nicht gemacht. Eine Verlinkung externer Testquellen, die die Sortierung erklären würden, gibt es auch nicht.

Weiter unten findet sich dann noch ein (wahrscheinlich maschinell generierter) Text, der wohl nur aus SEO-Gründen dort steht. Auch dort finden sich die Wörter wie „Test“, „Bestenliste“, und „Platz 2“ sowie „Platz 3“.

Testbericht.de SEO-Inhalte mit Fake-Test

Ich bin kein Jurist und stelle hier nur meine persönliche Meinung dar, aber so ganz verbraucherfreundlich scheint mir dieses Suchergebnis nicht… Denn bei den Schneebesen wurde kein einziger echter Testbericht verlinkt, geschweige denn selber einer angefertigt. Dies ist nicht nur bei Schneebesen, sondern auch bei vielen anderen Produkten der Fall.

Update, 14.01.2017, 11:44 Uhr:

Auch interessant ist ein Facebook-Posting von testbericht.de, in dem es um einen angeblichen Hundefutter Test geht. Dort wird mit den Worten „Die besten Hundefutter gibt es bei uns im Test“ ganz deutlich suggeriert, dass es sich um eigene Tests handelt. Dabei wurden lediglich Berichte der Stiftung Warentest aggregiert und ein Ranking der besten Hundefutter übersichtlich dargestellt. Natürlich gespickt mit Affiliatelinks:

Hundefutter Fake Test

 

Daniel Brückner und testbericht.de

Noch ein paar Gedanken zur Beziehung von Daniel Brückner und testbericht.de: Brückner veröffentlichte dort neben dem Artikel über die Fake-Test-Nischenseiten schon mehrere Artikel. Der erste Artikel stammt meiner Recherche nach vom 05.07.2016. Die ersten auffindbaren Ergebnisse, bei denen sich Brückner in einschlägigen Facebookgruppen mit dem Thema Fake-Tests auf Nischenseiten auseinandersetzt, stammen vom 13.06.2016.

Brückner hat neben den Artikeln auf testbericht.de auch immer wieder Artikel rund um das Thema Verbraucherschutz auf seinem eigenen Blog toptestsieger.de veröffentlicht. Dort setzt er sich unter anderem seit dem 05.04.2016 mit dem kürzlich abgemahnten Portal vergleich.org auseinander.

testbericht.de und vergleich.org stehen meiner Ansicht nach in einer Konkurrenzsituation. Beide schreiben sich auf die Fahnen, ihre Leser bei der Auswahl des richtigen Produkts unterstützen zu wollen und beide Portale arbeiten mit Affiliatelinks. Und: Beide Portale sprechen (oder sprachen) an stellen von einem Test, an denen kein eigener Test erfolgt ist und könnten den Leser damit potentiell in die Irre führen.

Das Daniel Brückner für testbericht.de als Autor tätig ist und sich nebenbei gegen die Verbrauchertäuschung auf anderen Portalen engagiert, kann einen an dieser Stelle schon verwundern. Vor allem vor dem Hintergrund, dass er Abmahnungen gegen diese Portale initiierte und dafür sorgte, dass sogar ein Artikel in der WELT erschien, der nebenbei auch Testbericht.de als positives Beispiel darstellt.

Testbericht.de vs. Vergleich.org

Für mich ganz persönlich sieht ein nicht geringer Teil dieser Aktion nach einer gelungenen Imagekampagne aus. Die „bösen“ Wettbewerber vergleich.org und warentest.org werden zusammen mit den anderen Fake-Test-Seiten in ein negatives Licht gestellt. Dass die eigene Seite teilweise vergleichbare Strategien nutzt, wird natürlich nicht erwähnt.

Ein witziges Detail hat sich zum aktuellen Zeitpunkt außerdem im Artikel über die Fake-Tests auf testbericht.de eingeschlichen. Dort hat es wohl eine Anweisung des Texterstellers an denjenigen, der den Text online stellen sollte, bis in die Endfassung des Artikels geschafft. Die Anweisung „NICHT VERLINKEN!“ hinter einer URL von vergleich.org klingt für mich nach einem Paradebeispiel für den Link-Geiz heutzutage 😉

testbericht Beitrag "NICHT VERLINKEN"

Ich will hier niemandem irgendetwas unterstellen, aber für mich wirkt die ganze Aktion in meinen Augen wie ein Konkurrenzkampf. Und eine Antwort darauf wird seitens der abgemahnten Parteien sicher nicht ausbleiben…

Mein Fazit: Richtiger Schritt, seltsame Umstände

Zum Abschluss noch ein kleines Fazit, damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich möchte die Täuschung der Leser durch erfundene Testberichte auf den abgemahnten Portalen keinesfalls in ein positives Licht stellen. Ich begrüße es, dass der Verbraucherschutz das Problem auf dem Schirm hat und etwas gegen die Täuschung der Verbraucher unternimmt. Denn das sorgt unter anderem natürlich dafür, dass echte Testberichte mehr wertgeschätzt werden und der Hype ums schnell-und-hektisch-reich-werden mit schlechten Nischenseiten vielleicht ein bisschen abnimmt. Und ganz nebenbei werden natürlich auch weniger Kunden hinters Licht geführt.

Aber: Ob die Initiatoren der Abmahnungen hier unbedingt die richtigen sind, steht auf einem anderen Blatt. Dein Urteil dazu darfst du dir gerne selber bilden und es auch gerne in den Kommentaren diskutieren.

Update 1: Galileo Beitrag

Hier wurde wirklich ganze Arbeit geleistet. Einen Tag später, am 11.01.2017, wurde in der „Wissenssendung“ Galileo sowohl in einem Video Beitrag als auch in einem kurzen Bericht auf der Website über die Problematik von Fake-Test Seiten berichtet.

Während im Videobeitrag erklärt wird, dass Seiten, deren Quellen für Tests die Seiten dritter sind, wird im zugehörigen Text auf der Website das Portal testbericht.de wieder als positives Beispiel herausgestellt. Das testbericht.de dabei das Zusammenfassen anderer Testquellen als Grundpfeiler für das eigene Angebot gewählt hat, wird in keinem Satz erwähnt.

Das testbericht.de den Beitrag bei Galileo  (genau wie den Artikel in der WELT) ausgelöst hat, dürfte klar sein. Hier wird einmal mehr deutlich, dass hier scheinbar lediglich eine groß angelegte Imagekampagne gefahren wird. Wer schon immer mal wissen wollte, was Content Marketing ist: Genau DAS.

Update 2: Weiterleitungen aus den SERPs bei testbericht.de

Worum geht’s?

Ein weiterer interessanter Fakt ist, wie testbericht.de bei einigen Suchanfragen den Leser noch direkt in den SERPs täuscht. Eine Suche nach „site:testbericht.de test“ fördert (wie zu erwarten war) eine Vielzahl an Suchergebnissen hervor. Interessant ist dabei aber, WAS das für Suchergebnisse sind.

Während bei einem Klick auf die Suchergebnisse erwarten würde, dass man anschließend auf dem gesuchten Portal testbericht.de landet, passiert genau das eben nicht. Man wird weitergeleitet auf die Seite, auf der der Testbericht eben in Wirklichkeit steht. Ob das nun Chip.de, die Stiftung Warentest oder andere, echte Testportale sind. Das man weitergeleitet wird, ist wie gesagt vorher nicht zu erkennen. Lediglich ein Name des Portals taucht in den SERPs im Title-Attribut auf.

Testbericht.de Serps Weiterleitungen

Aber was passiert hier genau? Warum ranken solche Seiten überhaupt? Ich habe dafür mit Leuten gesprochen, die technisch deutlich versierter sind als ich (Danke an Damian Schwyrz und Feda Mecan). Dabei habe ich einige interessante Infos bekommen.

Ruft jemand die Seite auf, bekommt er als HTML Statuscode eine 200 als Antwort. „200“ heißt: „Alles okay“. Direkt darauf folgt aber ein sogenannter Meta-Refresh, der den User ohne Wartezeit direkt auf das anderes Portal weiterleitet. Google rechnet nach diesem Meta Refresh aber alle Infos, die auf der anderen Seite zu finden sind, dem Portal testbericht.de zu. Überprüfen kann man das, indem man beispielsweise mal „cache:testbericht.de/de/test-lesen/258638/avm-fritzbox-3390.html“ sucht, um sich den Google Cache anzeigen zu lassen.

Wozu das Ganze?

Aus SEO-Sicht steigert eine solche Weiterleitung natürlich (zumindest theoretisch) die Sichtbarkeit der Domain. Denn der Domain werden Inhalte angerechnet, die nicht die eigenen sind. Man bezeichnet das auch als Traffic Hijacking oder 302-Hijacking (Infos dazu z.B. hier oder hier). Da dies nicht konform zu den Google Richtlinien ist, ist es wohl nicht im Whitehat-SEO-Bereich anzusiedeln.

Aber es passiert noch etwas ganz anderes, viel spannenderes: Bei der Weiterleitung wird dem Besucher ein Facebook Tracking Cookie gesetzt. Dieser kann später dazu verwendet werden, dem User produktspezifische Werbeanzeigen zu präsentieren:

Facebook Tracking Cookie von testbericht.de

Wenn man wollen würde, könnte man solche Meta-Refreshs auch prima dazu nutzen, um Amazon-Cookies oder andere Cookies für Affiliatenetzwerke zu droppen… Das aber nur als Hinweis am Rande, denn meinen Recherchen nach passiert das bei testbericht.de nicht. Einen Facebook Cookie unterzujubeln ist in meinen Augen aber auch völlig ausreichend, um satte Vorteile daraus zu ziehen.

Auch wenn solche Praktiken mit Sicherheit auch von anderen Seiten genutzt werden, unterstreicht es hier wieder eine Tatsache: Das Portal testbericht.de ist nicht der weiße Ritter, als der es in den eigens initiierten Beiträgen in der WELT und in Galileo dargestellt wird.

Update 3: OMR berichtet und Vergleich der Sichtbarkeitswerte

In einem schön geschriebenen Artikel hat gestern, am 13.01.2017, das Magazin Online Marketing Rockstars über die Entwicklungen berichtet. Es freut mich sehr, dass die Thematik damit an eine etwas größere Öffentlichkeit gelangt, als das mit meinem Artikel möglich gewesen wären.

Dabei haben die Online Marketing Rockstars noch einen Vergleich angestellt, der mir zwar in meinen Recherchen aufgefallen ist, den ich hier aber noch nicht vorgestellt habe. Der Vollständigkeit halber will ich die Informationen hier aber noch unterbringen. Dabei geht es um den Vergleich der Sichtbarkeitswerte von testbericht.de und vergleich.org.

Sicstrix Sichtbarkeit von vergleich.org und testbericht.de

Ab Oktober 2015 hat verleich.org im Sistrix Sichtbarkeitsindex das Portal von testbericht.de überholt. Seit Mitte 2015 kämpft testbericht.de mit fallenden Rankings in unterschiedlichen Kategorien. Vor allem ab Juli des Jahres 2016 gab es nochmal starke Verluste.

Um zu prüfen, welche Suchbegriffe genau an Sichtbarkeit verloren haben, habe ich die Toolbox von metrics.tools* (Affiliate-Link) bemüht. Interessant ist hier, dass testbericht.de in zwei unterschiedlichen „Bereichen“ an Sichtbarkeit eingebüßt hat:

Zum einen wurden Rankings zu Suchbegriffen von fremden, deutlich größeren Portalen verloren. Im Bild unten sind die blau markiert. Vor allem zu nennen sind hier die folgenden Portale

  • test.de (Stiftung Warentest)
  • testberichte.de (um ein vielfaches größer als testbericht.de)

Außerdem wurden viele „organische“ Rankings im Bereich der Test-Suchbegriffe in Kombination mit beliebten Produkten verloren. Im Bild unten sind diese grün markiert. Dabei waren zum Beispiel Suchbegriffe wie:

  • laptop test
  • digitalkamera test
  • waschmaschinen test
  • geschirrspüler test
  • led tv test

Verlorene Keywords von testbericht.de

Dass Rankings auf fremde Portale verloren wurden, hängt wohl auch mit dem gesamten Sichtbarkeitsverlust zusammen. Gegenüber anderen Portalen, die in ähnlichen Bereichen aktiv sind (zum Beispiel testberichte.de (Plural)), ist die Bedeutsamkeit von testbericht.de wohl als gering einzustufen.

Dass Rankings auf umkämpfte Keywords wie „laptop test“, „digitalkamera test“ und „waschmaschine test“ verloren wurden, ist wohl auf Portale wie vergleich.org und viele kleine Nischenseiten (darunter wahrscheinlich sehr viele Fake-Test-Seiten) zurückzuführen, die testbericht.de hier aufgrund ihrer Spezialisierung den Rang abgelaufen haben.

Sehr stark getroffen wurde testbericht.de hier wohl vor allem Anfang Juli 2016, als das „Phantom“ getaufte Google Update zuschlug. Die Gründe hierfür sind meines Wissens nach nicht abschließend geklärt. Bei den Spekulationen sind immer wieder Begriffe wie „User Intention“ gefallen. In dem Fokus stand der Meinung einiger Experten nach also die Qualität der Suchergebnisse im Bereich der Nutzerintentionen. Viele Nischenseiten haben damals gewonnen, während Portale, die lediglich maschinell Inhalte aggregieren (z.B. Preisvergleiche), verloren haben.

Als Fazit zu den Sichtbarkeitsentwicklungen bei testbericht.de kann ich nur meine persönliche Meinung anführen. Aber auf mich wirkt die gesamte Aktion rund um das Vorgehen gegen Fake-Test-Seiten doch wie eine groß angelegte Imagekampagne und eine effektive Konkurrenzbereinigung. Leider spielen viele Medien bisher brav mit und versorgen testbericht.de mit wertvollen Backlinks. Es wird spannend, wie der Sichtbarkeitsverlauf sich jetzt NACH dieser Medienkampagne entwickelt.

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Über Lukas Kurth 55 Artikel
Ich bin Lukas, bin Student und berichte hier mehr oder weniger regelmäßig darüber, wie ich den einen oder anderen Euro im Internet verdiene. Ich bin übrigens kein Guru und kein Experte. Sollte sich das ändern, sage ich natürlich sofort Bescheid.
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46 Kommentare zu Schlammschlacht Online-Marketing: Wenn ein Esel den anderen „Langohr“ schimpft

  1. Einfach ein klasse Beitrag, der mir auch aus der Seele spricht! Ich stehe dem Thema Fake-Tests auch sehr kritisch gegenüber, aber wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Diese Scheinheiligkeit ist wirklich unerhört! Hoffe das jemand die Courage hat, auch mal testbericht.de auf den Schlips zu treten.

  2. Hi Lukas,
    Danke für den aufklärenden Bericht.

    Was würdest du dem „normalem“ Nischenbetreiber empfehlen?

    Beispiel: Eine Nischenseite erstellt ausführliche Produktbeschreibungen, recherchiert und veröffentlicht diese.
    Würdest du das ganze dann Produktvorstellung nennen und so auch auf deiner Seite publizieren oder dürdest du es SEO-technisch doch als „Test“ verkaufen?

    Durch die Nennung von Test ist im Ranking ist es sicherlich leichter eine gute Platzierung zu erhalten.

    Sicherlich eine andere Masche wie es die genannten Seiten betrifft. Aber ich denke hier fragen sich die meisten Nischenseitenbetreiber wie sie damit umgehen sollen.

    • Ich habe dir zuliebe mal den Link zu deiner Seite entfrnt. Das könnte ein schlechter Platz sein, um sich zu verlinken, denn du begibst dich damit in Gefahr, auch abgemahnt zu werden 😉

      Ich würde deine Seite unbedingt umstrukturieren: Keinen Test vorgeben, wenn keiner stattgefunden hat. Und auch das „test“ aus der URL rausnehmen und dir eine neue Domain suchen. Auf Dauer fährst du damit besser. Bestenfalls: Mach eigene Test – das sollte bei deinen Produkten doch im Rahmen des Möglichen sein.

  3. Toller Beitrag Lukas! Ich habe mich von vornherein von „Test-Seiten“ ferngehalten, weil ich einfach selbst nichts getestet habe 😀 Denke auch, dass viele mit Nischenseiten immer direkt Vergleichsseiten oder Testseiten assoziieren, was aber ja nicht unbedingt sein muss..

    Mal eine andere Frage, ich habe in der Sidebar gelesen, dass du studierst: Darf man wissen, was du studierst?

    Liebe Grüße

  4. Sehr schöner und objektiver Artikel.Herr Daniel Brückner ist dafür bekannt nicht positiv aufzufallen und meistens gegen seine Konkurrenten oder unliebsame Personen vorzugehen – das hat er früher schon im WG Bereich getan.Genützt hat es Ihm zwar nichts, sein Projekt Friendflat ist verstaubt und anscheinend abgeschaltet, aber er scheint damit irgendeine Art von Befriedigung zu erlangen.Bei vielen Personen im Testbereich scheint es eher um die Tatsache zu gehen das die Personen sich nicht dem „Druck“ des Herr Daniel Brückner ergeben haben und Ihn nicht für ernst genommen haben – diese nimmt er dann ,zum Teil ,in seinem Blog „Toptestsieger“ aufs Korn.Wie Objektiv er urteilt zeigt seine Verbundenheit zu – Testbericht de – .Dort schaut er ja auch nicht ganz genau hin.Ein Schelm , wer Böses dabei denkt;)

  5. Wieso Linkgeiz? da wird doch zu vergleich.org schon paar Zeilen oben verwiesen.

    Ich denke hier geht es um einen anderen Punkt. Die ganzen Nischenseiten schreiben das Sie es getestet haben. Bei vergleich.org hat man ja folgende Aussage getroffen:

    Zitat: Unsere Vision ist es, Vergleich.org als eine kostenlose Alternative zur Stiftung Warentest zu etablieren.
    Quelle: http://www.onlinemarketingrockstars.de/vergleich-org/

    Inzwischen schreibt vergleich.org im Footer das Sie die Produkte nicht in der Hand hatten. Und auch testbericht.de schreibt das Sie Tests von anderen Quellen zusammentragen.

      • Ich gehe davon aus, du bist Daniel B. So ganz zutreffend ist die Zeile von Vergleich.org nicht. Was hat sich verbessert? Sie haben Zeilen hinzugefügt, die besagen, dass die Artikel nicht in die Hand genommen werden. Diese werden untereinander verglichen, aber dennoch als Test ausgewiesen, weil sie es als Test erachten. Was für ein Schwachsinn! Jetzt ist es noch mehr für den Verbraucher verwirrender. Auf der Startseite steht „Wie wir testen“.

        Testbericht.de macht genaugenommen dasselbe, wie auch Vergleich.org. Nur dass sie andere Testberichte veröffentlichen und hinter diesen verstecken. Eigentlich verdienen aus Verbraucherschutzrechten alle beide eine Anzeige.

        Demnach reicht ein Zusatz für den Verbraucher und das Spiel geht wie gewohnt weiter. Danke dennoch für deinen Einsatz. Grüße.

        • Bin nicht zum Glück Daniel B. Sondern Daniel K. – aber mal im Ernst, ich habe mal mir die Seiten wie testbericht.de und testberichte.de angesehen und muss sagen, dass diese bestimmt auch hier und da noch Defizite haben aber seriöser sind als die anderen Seiten. Die schreiben beide nicht das sie die Produkte testen sondern, die Tests auf Ihren Seiten darstellen.

          Testberichte.de: „…das umfasst neben den Testergebnissen aus über 750 Fachzeitschriften und Online-Magazinen…“

          Testbericht.de: „…große Auswahl an aktuellen Tests aus unterschiedlichen Verbrauchermagazinen und Testquellen.“

          Aber ich finde es selbst auch besser, wenn man die Sachen selbst in der Hand und in der Praxis im Einsatz hatte.

  6. Das der Brückner auf so einer Seite publiziert ist schon seltsam. War sein hartes vorgehen gegen Fake-Test-Seiten doch nur Fassade?

    • Könnte auch ein guter Schachzug sein. Wenn die Lawine losrollt, dann bekommen sie auch ihren Senf weg. Wobei, ich glaube nicht daran. Da müssten sich die Verbraucherschützer einsetzen. Wenn man bedenkt, dass die Seiten ein Millionenpublikum haben. Wo sind die Verbraucherschützer? Im Skiurlaub? Grüße.

  7. Wie so oft in der Branche spricht der Schwarze über den Braunen… Trotzdem wurde es Zeit, dass die eingeschlagene Richtung mal wieder ein wenig korrigiert wird. Wie schon so oft in verschiedenen Gruppen diskutiert, hat das Ausmaße angenommen, die für niemanden mehr gut sind…

  8. 2 Dinge die mich interessieren.
    1) Wie hoch war die Abmahnung, weiß das jemand?
    2) Wie um alles in der Welt soll man jemandem nachweisen, dass er nicht selbst getestet hat. Wer zieht die Grenze was ein Test ist und was nicht.

    Meiner Meinung nach wurde einfach auf „Gut Glück“ eine Abmahnung verschickt

    Viele Grüße
    Michael

    • Ich denke nicht, dass der Verbraucherschutz auf „gut Glück“ eine Abmahnung verschickt. Und in den genannten Fällen war der Nachweis nicht schwierig, weil es im Footer der Seiten stand 🙂

  9. Verstehe die Kritik an testberichte.de ehrlich gesagt nicht ganz. Finde solche Seiten eher nützlich und sehe auch keine Verbrauchertäuschung, da sich ja ein echter Testbericht auf der Seite befindet, bzw. eine Zusammenfassung von Diesem inklusiv Link zum vollständigen Test.

    • Es geht nicht um testberichte.de, sondern um testbericht.de – zwei verschiedene Seiten, ähnliches Konzept.

      In Teilen sind solche Seiten sicherlich nützlich. Aber nur dann, wenn das was du auch sagst, stimmt. In dem von mir gezeigten Fall ist dass nicht so. Und bei vielen anderen Produkte auch. Da gibt es Landingpages mit Produkten, die in ein Ranking gebracht sind, OHNE das irgendwelche Testquellen genannt sind. Und oben drüber steht auch noch dick „Test“.

      • Meinte natürlich testbericht.de, war ein Vertipper 😉
        Hab jetzt nochmal geschaut und einen Fernglastest gefunden, wo tatsächlich kein einziges Fernglas getestet wurde. Es stand auf der Übersichtsseite dennoch einmal Test, aber eben nur einmal und das nur auf der Übersichtsseite. Ist natürlich trotzdem nicht ok und sollte bei den Produktkategorien ohne einen Test geändert werden. Ist aber meiner Meinung immer noch besser, als wenn eine Seite nur Faketests präsentiert.

        Nachtrag: Hab mir deinen Artikel jetzt nochmal genauer durchgelesen und da war ja Schneebesen als Beispiel inkl. Ranking. Ein Ranking geht natürlich in dem Fall gar nicht. Scheinen sie aber inzwischen geändert haben, dadurch war es mir nicht aufgefallen. Von daher muss ich meinen positiven Kommentar zu testbericht.de wohl zurücknehmen, auch wenn es inzwischen wohl etwas ausgebessert wurde.

  10. Wie sagt man so schön – Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Daniel demnächst auch abgemahnt wird. Aber aus stolz, wird er es sicher nicht preisgeben.

    Bin schön länger von den Testseiten weg und baue zur Zeit „Normale“ Seiten auf. Gibt schließlich genug Money-Keywords 🙂

    Ich werde deinen Blog „dreimarkfünffzig“ demnächst auch melden. Ich finde hier nirgends 3Mark und 50Pfennig! Falls du nun angst bekommen hast, kannst du dich gerne bei mir melden, ich kaufe dir die Seite günstig ab 😀

  11. Hey Lukas,
    toller Artikel 🙂

    Wir haben in unserer Domain das Wort „Test“, aber unsere Seite wurde bei Erstellung auf „kaufen“ optimiert.

    Müssen wir die Domain nun ändern ?
    Was passiert mit unserem TOP-Ranking für das Keyword „kaufen“

    Seite einfach auf eine neue Domain kopieren & auf die alte Domain ein Link zu unserer neuen Webseite platzieren?

    Oder alte Domain lösche, Seite nochmal neu aufbauen/neue Domain ?

    Grüße Hannah

    • Ich werde das nochmal genauer erklären in einem eigenen Artikel, aber du kannst eine neue Domain registrieren, die Seite umziehen und die alte Domain per sogenannter 301-Weiterleitung umleiten.

  12. Guten Morgen Lukas,
    erstmal vielen Dank für deinen Artikel.

    Ich habe mir im November eine „-Tester.de“ Domain registriert. Seitdem habe ich auch beschlossen, dass ich alle Produkte auch wirklich selber teste. Ich habe Hersteller angeschrieben und mir auch selber einige Produkte gekauft.
    Die ersten Videos sind bereits abgedreht und und das erste schon veröffentlicht.

    Als meine Domain soweit fertig war, hab ich sie mal in Facebook vorgestellt und nach den Meinungen von Experten gefragt. Daraufhin hat sich auch Daniel gemeldet, der mir das mit den eigenen Tests nicht abkaufte.
    Kurz darauf wurde er aus der Gruppe entfernt…

    Gestern Abend hat er mir 3 Mails con einer komischen Adresse aus geschickt.
    Seine Artikel waren verlinkt und er sagte, ich sei sicher mit dabei…
    Ich solle weiterhin meinen Job machen (er hat mein Xing Profil durchstöbert?!) und das Geld für den Anwalt sparen.

    Ich hab ihm daraufhin nur ein Bild meiner Produkte, meiner Kamera und meiner Softbox geschickt…

    Jetzt meine Frage: Kann ich abgemahnt werden, weil schon Produkte online sind, die Videos aber nachgeliefert werden?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Liebe Grüße
    Benny

  13. Lieber Lukas,

    ich habe Dir das schon in unserem „Chat“ gesagt: Wenn Du einen seriösen Artikel schreiben möchtest, wäre es schon wichtig, im Artikel auch Deine Rolle zu beschreiben:

    Dass du Gruppenmoderator und -admin einer Facebook Gruppe bist und dass Ihr lange Zeit die Fake-Tester toleriert habt. Du wirst jetzt sagen „ach, aber sie sollten doch da was lernen“. Ich halte das für falsch. Wenn jemand eine Fake-Testseite postet und sie wird in einem Forum toleriert, dann ist das ein falsches Signal.

    Du solltest auch erwähnen, dass dein Co-Admin bis vor kurzem noch eine Fake-Testseite, die er in diesem Zustand scheinbar gekauft hat, längere Zeit online gehalten hat. Mit allem was eine Fake Testseite ausmacht: inklusive eigenem „Testsieger“.

    Ebenfalls solltest Du erwähnen, dass ich bei Euch in der Gruppe solche Fake-Testseiten kritisiert habe. Dauerhaft. Mit der Ausrede „das störe den Gruppenfrieden“ wurde ich dann letztlich verwarnt, weil ich eine ironische Bemerkung zu einem nun abgemahnten Fake-Tester gemacht habe. Weil ich mich kritisch und ironisch zu dieser „Verwarnung“ geäußert habe, wurde ich dann aus der Gruppe von Euch herausgeworfen. Das übrigens, nachdem ich von einem Gruppenadmin von Euch per privater Nachricht gebeten wurde, nicht mehr die Fake Tester so zu kritisieren, weil ihr angeschrieben wurdet von anderen Mitgliedern.

    Vielleicht solltest Du auch die Frage beantworten: hast Du jemals solche Fake-Testseiten, online gehabt? Gilt übrigens auch für gekaufte….

    Ebenso solltest Du vielleicht noch erwähnen, dass Ihr in der Gruppe auch Werbung „schaltet“, für Firmen, deren Zielgruppe auch die Fake-Tester sind. Ihr also auch von Fake-Testern profitiert.

    Und jetzt zum Thema: Dein Vergleich hinkt gewaltig: du suchst Dir einen abgegrenzten Fall aus, wo Du behauptest, es würde den Anschein machen, als ob testbericht.de selber getestet hätte. Du gehst aber nur die halbe Strecke, weil es auf das Gesamtbild eines verständigen Verbrauchers ankommt und nicht auf eine isolierte Stelle. Dein Beispiel ist lückenhaft und falsch.

    Bei den Fake-Testseiten wird kontinuierlich behauptet, dass eigene Tests stattgefunden haben, es wurden und werden „Testsieger“ ausgezeichnet und von eigenen Tests als „unser Test“ oder „mein Test“ berichtet.

    Dein Vergleich hinkt also gewaltig. Aber ansonsten lässt sich natürlich kein reißerischer Artikel fabrizieren.

    Apropos reißerisch: Die Fake-Tester mögen sich über die in meinen Augen beleidigende Überschrift freuen und in die Hände klatschen… von gutem Stil zeugt sie jedenfalls nicht. Aber ich bin es ja gewöhnt, dass Leute versuchen, Kritiker unsachlich zu diskreditieren. Nach dem Motto: ein bisschen Schlamm bleibt immer hänger. Zumindest in der Gruppe der Fake-Tester.

    Die einzigen, die hier eine Schlammschlacht veranstalten möchten, sind meines Erachtens entweder aus dem Fake-Tester Ökosystem oder mögen den Verbraucherschutz nicht wirklich.

    • Schön, dass du hier kommentierst Daniel!

      Der Reihe nach: Ich bin nicht Gruppenmoderator EINER Facebookgruppe, sondern der größten Nischenseiten (!) Facebookgruppe. Da das Thema Nischenseiten von vielen leider dazu genutzt wird, Fake-Tests zu fabrizieren, haben wir uns entschieden, das Thema nicht einfach totzuschweigen (dadurch werden es nämlich nicht weniger), sondern den Erstellern (oft Minderjährige, die auf eine Kurs hereingefallen sind) in Ruhe zu erklären, warum wir diese Seiten für falsch halten. In unserer Gruppe ist niemand Opfer dieser Seiten geworden, da sich zu keinem Zeitpunkt Kaufinteressenten in der Gruppe befanden, sondern nur unter Onlinemarketern über die Qualität der Seite diskutiert wurde. Wir sind der Meinung: Augen verschließen bringt nichts. Daher diskutieren wir offen über das Thema Fake-Tests.

      Was andere Admins der Gruppe machen, hat hier nichts zu suchen. Es hat thematisch mit dem Beitrag nichts zu tun.

      Zum Thema Rausschmiss, auch nochmal hier: Deine Art zu kommunizieren in der Gruppe war extrem provokant, oft auch auf persönlicher Ebene. Es gab viele Beschwerden darüber. Du hast dich auch nach mehrfachen Hinweisen der Administratoren nicht in deiner Kommunikationsweise angepasst und auch keinerlei Verständnis gezeigt. Jeden anderen User hätten wir schon Monate vorher rausgeworfen. Bei der wollten wir das nicht, weil wir deine Arbeit gut fanden. Irgendwann war das Fass aber einfach mehr als voll. Und es ist eben so, dass die Moderation der Facebookgruppe unserem Ermessen unterliegt. Die Regeln dort machen wir, nicht du. Und sei mal ehrlich zu dir selbst: Wenn wir deine Arbeit nicht toleriert hätten, wärst du schon im Juli aus der Gruppe geflogen, als es bei dir los ging. Witzigerweise zu genau der Zeit, als bei testbericht.de ein starker Einbruch der Sichtbarkeit zu verzeichnen war.

      Ob ich Fake-Test Seiten online hatte? Ja, das hatte ich. Das weißt du genau so gut wie jeder andere, der 5 Minuten recherchiert. Ich habe aber viel Zeit darein gesteckt, sie umzuarbeiten. Diese Arbeit ist fast abgeschlossen. Also falls du noch was zum Abmahnen suchst, dann findest du bestimmt auch noch was 🙂 Dazu kommt demnächst auch noch ein ausführlicher Artikel. Darin wird dann erklärt, dass ich Fake-Test Seiten hatte, wie ich sie umgebaut habe und wie man neue Domains auswählt, umzieht, etc.

      Das mit der Werbung in der Gruppe hat wieder nichts mit dem Beitrag hier zu tun. Und sachlich ist es auch einfach falsch. Und falls du auf das Affiliatetheme anspielst: Dafür hatten wir seit Ewigkeiten keine Werbung mehr.

      Zum Thema:

      Ein hinkender Vergleich? Ist das so? Auf testbericht.de werden Rankings geliefert. Es heißt dann dort halt „Platz 1“ und nicht „Testsieger“ (obwohl es das auf anderen Unterseiten auch heißt, wie du sicherlich weißt). Unten im Footer wird dann verlinkt, dass testbericht.de nur die Tests anderer als Grundlage nimmt. Das ist übrigens genau das, was Galileo in dem von dir initiierten Beitrag als „unseriös“ bezeichnet. Das finde ich nebenbei übrigens ziemlich witzig. Auch das du sagst, es kommt auf das „Gesamtbild eines Verständigen Verbrauchers“ an. Das war in den Argumentationen in der Facebook Gruppe immer anders. Da hast du nicht nur kritisiert, wenn „Testsieger“, „mein Test“ oder „unser Test“ da standen, sondern schon wenn überhaupt von „Test“ die rede war, ohne das es ein physischer Test war. Oder wenn alternativ „test“ in der Domain vorkam. Das du aber für testbericht.de arbeitest, hast du dabei NIE erwähnt. Komisch, oder?

      Die Überschrift ist übrigens in keinem beleidigenden Sinne gemeint, aber das weißt du ja. Wenn man nach Angriffsfläche sucht, muss man eben nehmen, was man kriegen kann. Es geht dabei um den Konflikt „testbericht.de vs. vergleich.org“ und nicht um dich als Person. Zudem ist es ein Sprichwort. Du bist Autor, daher kennst du das sicherlich.

      Und jetzt noch ganz generell: Wenn du mir sagst, was ich alles hätte erwähnen müssen: Hättest du dann bei deinen (inhaltlich richtigen) Argumentationen gegen vergleich.org und Konsorten sowie alle Fake-Test-Seiten auch IMMER erwähnen müssen, dass du von testbericht.de als deinem Arbeitgeber Geld beziehst und ihr mit all diesen Seiten in einer Konkurrenzsituation steht? Wenn man immer alle Verknüpfungen offenlegen muss, dann doch auch bitte diese.

      • Gute Kommentare.
        Aber sehen wir evtl nicht ein paar Punkte falsch und der Daniel B hat zum großteil recht!?

        Testbericht.de ist ja eine Übersichtsseite und aggregiert Tests und verweist auf seinen Seiten darauf, dass sie nicht testen und nennt öffentlich auch alle Quellen inkl. Ausgabe, Logo und Link.

        Vergleich.org und andere Nischenseiten Betreiber hingegen schreiben gar nicht von Quellen etc. tun so als würden Sie selber testen. Und genau dieser Punkt wird angesprochen und ist irreführend.

        Evtl ist folgender Link interessant: https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=site%3Aidealo.de%20test

        • Testbericht.de manipuliert Metanagaben bewusst und suggeriert in de SERPS, sie hätten getestet. Erst nach dem Klick erfährt der User, das dem nicht so ist oder er wird ohne Zustimmung weiter geleitet. Es gibt keinen eigenen Content, die Rezis, die auf testbericht.de eingebunden sind, verstoßen gegen die Amazon-Partnerprogramm regeln, das Impressum ist angreifbar. Letztendlich ist die Site nur perfider und dadurch übler als das, was sie attackiert und das spricht sich natürlich rum.

          • „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“

            Er ist halt so ein Typ der immer Recht haben muss. Extrem unsympathisch, selbst wenn er teilweise ja durchaus Recht hat. Bei solchen Menschen ist es immer das Gleiche. Sie holen sich fehlendes Selbstbewusstsein, in dem Sie sich online profilieren.

            In der DDR hätte er wahrscheinlich seine Nachbarn gemeldet, dass Sie Westfunk höhren und sich im Recht gefühlt, da es ja gesetzlich verboten ist.

            Ich persönlich habe eine große Abneigung gegen diese Art Personen. Dabei geht es gar nicht unbedingt darum ob Sie Recht haben oder nicht, sondern einfach auch um die Art. Dazu ist er selbst noch in der Branche aktiv, was dass Ganze noch viel Ekelhafter macht.

  14. So ist es nun mal, wenn eine Branche erwachsen wird.

    Fakt ist, dass Affiliate Marketing ein Vertriebsweg im Internet 2.0 ist. Letzendlcih müssen wir als Community aber entweder zusammenhalt oder auf eine unterschwellige Art und Weise sich selbst schaden. Ich denke die negative Resonanz, ausgelöst durch Daniel B. schadet allen – auch ehrlichen Affiliates. Die Kollateralschäden halte ich für nicht unbedenklich. Und eine weitere Auswirkung, sind die sich verstrkenden Mythen, die nun kursieren.

    Aber es gibt nicht nur Testberichte – man kann auch mit vielen anderen Keywords Aufmerksamkeit für seinen Blog bekommen.

  15. Guter Artikel, danke Lukas.
    Dass Daniel gegen Fake-Testseiten wettert, habe ich lange begrüßt. Es war absehbar, dass dieses „System“ irgendwann einbricht. Dass es nun mit einigen Abmahnungen passiert, war auch absehbar – auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass er das selber initiert. Viele werden jetzt das Wording anpassen – die Seiten werden dadurch nicht besser. Aber egal, letztlich muss Google das Problem lösen …

    Zurecht wird hier die Frage gestellt, inwiefern Daniel das betreibt, um eigene oder ihm nahestehende Projekte von Wettbewerbern zu befreien. Ich habe es schon immer sehr fragwürdig gefunden, dass sein Blog „toptestsieger“ heißt. Man könnte denken, dass die Domain positive Signale sammeln will und dann ihre Intention um 180° dreht… Alles schon gesehen.

    Und nun steht tatsächlich die berechtigte Frage im Raum, inwiefern Daniel mit testbericht.de verbandelt ist. Er hätte für seinen Gastbeitrag ohne Probleme eine andere Plattform finden können – auch eine mit einer deutlich höheren Reichweite. Es scheint tatsächlich eine perfide Content-Marketing-Strategie zu sein – die nicht einer guten Sache, sondern eigenen business-getriebenen Interessen unterliegt.

    Glaubwürdigkeit sieht anders aus …
    Gruß, Martin

  16. So langsam nervt das eigentlich spannende Thema, da zu sehr drauf rumgeritten wird. Jetzt wird jedes Wort von dem Portal testberichte.de auf die Goldwaage gelegt (siehe dein Screenshot von Facebook). Also ich kenne die Seo sowie die Nischenwelt und da sind unter uns zu 99% schwarze Schaafe unterwegs – nur nach außen zeigen wir unser weißes Fell stimmts?

    Deinen Beitrag habe ich gern gelesen und muss aber sagen, dass ein paar Sachen schon nicht vernünftig geschrieben sind und sogar auf die Beleidigungsschiene (Esel den anderen „Langohr“ schimpft) etc gehen.

    Ich hatte auf Facebook ein paar Kommentare gelesen, dass auch viele andere große Portale auf Online kaufen optimieren aber dabei selbst nicht verkaufen. Evtl sollte testbericht das als nächstes Thema aufgreifen oder? 😉

    • Wenn du mich genauer darauf hinweist, was nicht „vernünftig geschrieben“ ist, dann schaue ich mir das gerne nochmal an.

      Beleidigend ist das sicher nicht. Es handelt sich dabei um ein Sprichwort, das defintiv nicht als Beleidigung gemeint ist. Es geht mir dabei auch nicht um Daniel B. als Person, sondern um den „Kampf“ zwischen testbericht.de und vergleich.org

      Ich hätte niemals damit angefangen, die Posts von testbericht.de auf die Goldwaage zu legen. Ich mache das hier nur, da deren Mitarbeiter GENAU DAS vorher in allen Facebookgruppen und auf seinem Blog tat. Und da gab es auch keinerlei Platz für Diskussionen. Alles was irgendwie nach „Test“ aussah und keiner war, wurde kritisiert.

      Ein weiteres Sprichwort sagt: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Und genau das passiert hier jetzt 🙂

  17. Sehr schöner Artikel Lukas! Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen schokiert! Ich hätte nicht gedacht das es so weit geht. Aber könnte mir jemand evtl mal genau aufschlüsseln was jetzt verboten und was erlaubt ist? Ist eine Nischenseite erlaubt auf der man deutlich klar macht, dass man keinen TEST durchgeführt hat. Sondern lediglich als Ratgeber arbeitet und sein gesamtes Wissen aus dem Internet hat. Und nach dem angeeigneten wissen eine “ Gute Produkte“ liste gefertigt hat? Wäre diese Situation rechtens? Das würde bestimmt viele Nischenseiten Betreiber interessieren.

    Also was ist explizit verboten und was dürfte man denn!

    Lukas ich finde es sehr schön wie du deinen Artikel verfasst hast und du auf die Fragen und Kommentare eingehst. Ich versteh hier zwar viele Meinungen nicht, aber man sollte ja eigentlich jede Meinung tolerieren.
    Vielen Dank!

  18. Ganz herzlichen Dank für den Artikel!
    IMHO sehr ausgewogen, und wie schon oben geschrieben, der Titel ist keineswegs beleidigend.
    Und selbst Captain Jack Sparrow hat sich von seiner Black Pearl gemeldet.
    Insbesondere Dank für die Dokumentation einiger Tatsachen über Screenshots!!!
    Ich finde Screenshots sind unterbewertet: sie zeigen einfach und eindeutig einen bestimmten Sachverhalt. Hätten ruhig ein paar mehr sein können ;-).

    P.s.
    Ich liege hier also quasi in meiner Hängematte und habe eine spezielle Frage, die vielleicht nicht so ganz direkt zum Hauptthema passt, aber vielleicht hast Du Infos oder Links die sie beantworten:

    Ich habe eben die site Abfrage (aus dem Screenshot) zu testbericht.de nachgestellt und sie liefert ein anderes Ergebnis. Scheinbar lesen die hier mit. Aber das interessiert mich nur am Rande.

    Was ich mich Frage:
    Wenn ich jetzt nun 10 Unterseiten auf meiner Domain online stelle, die per Metarefresh auf sagen wir mal heise.de umleiten, dann werden die meiner Domain zugerechnet??? Warum sollte Google die eigentlich ÜBERHAUPT indexzieren?
    Ich mag das nicht ausprobieren, da ich meine Domain nicht dem Kraken zu Fraß vorwerfen will, aber ich verstehe die Logik von Google da nicht.

    P.p.s
    Ich beobachte schon lange, das Google, einzelne Seiten die ich vor Jahren von Domain A nach Domain B per ganz korrekten htaccess rewrite 301 umgeleitet habe, immer noch Domain A zurechnet.
    Wenn ich z.B. eine site Abfrage mache, oder die Domain in Anführungsstrichen in den Suchschlitz eingebe, tauchen diese Seiten bei Domain A auf (allerdings auch bei Domain B).
    Auch hier versteh ich Googles Logik nicht so ganz.

  19. Profis erstellen sich solche Seiten: expertentesten.de und verlagern ihren Wohn- und Serverstandort ins Ausland. Das hat rechtliche und steuerliche Vorteile! Hhahahahahahahahahahahah :-)))))

    • Tja, aber in den Whois Daten steht immer noch der richtige Inhaber der Domain drin.
      Admin-C ist verantwortlich für die Domain.

      Was im Impressum steht, interessiert niemanden. Das gibt nur noch zusätzlich Ärger wegen Falschangaben!

      Schön ehrlich bleiben, bringt dauerthaft mehr 🙂

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