Meine Erfahrungen im Black Hat Sith und White Hat Jedi SEO Contest

SEO Contest Erfahrungen

Wie einige sicherlich mitbekommen haben, habe ich vor einiger Zeit mit zwei von meinen Projekten an zwei parallel stattfindenden SEO Contests von Cinestock teilgenommen. In diesem Beitrag möchte ich unter anderem über die Ergebnisse sprechen, mein Vorgehen kurz erklären und ganz allgemein über meine Erfahrungen während des SEO Contest schreiben.

Die Ergebnisse vom SEO Contest

Ich habe sowohl am „Black Hat Sith“-, als auch am „White Hat Jedi“-Contest teilgenommen. Ersteres habe ich über einen Beitrag gemacht, der hier auf dreimarkfuffzig.de erschienen ist. Mein Beitrag zum Thema White Hat Jedi ist auf meinem LEGO Blog StoneWars.de erschienen – dieser ist mittlerweile allerdings nicht mehr online. Wer aus Interesse gerne noch nachlesen will, findet hier einen Screenshot des Beitrags als PDF-Datei.

Mit dem Beitrag zum White Hat Jedi Contest bin ich in der Gesamtwertung auf Platz 2 gelandet, mit dem Beitrag zum Thema Black Hat Sith auf Platz 5. Gewinner sind in beiden Fällen die Trainees von Sumax, die zu viert beide Themen wirklich außerordentlich detailliert bearbeitet haben und daher beide Wettbewerbe verdient gewonnen haben  – ein verlinktes Impressum hätte der Seite dennoch gut gestanden ;)

Mein Vorgehen beim Contest

Ich hatte für beide Beiträge und damit für beide Contests eine relativ ähnliche Vorgehensweise, die ich hier kurz umreißen will. Natürlich gab es auch einige Unterschiede zwischen den beiden Beiträgen, auf die ich ebenfalls eingehen will.

Gemeinsamkeiten beider Beiträge

Die Texte für beide Beiträge waren anfänglich rund 800 Wörter lang und wurden dann langsam ausgebaut. Beide Texte wurden „mal eben schnell“ runter geschrieben und ich habe dabei auf eine hohe Keyworddichte geachtet. Ich bekomme zwar beim Wort „Keyworddichte“ schon leichtes Herzklopfen, aber in dem Falle ist es wohl durchaus angemessen es zu verwenden und sich daran zu orientieren. Eine Optimierung nach den Grundlagen der TF-IDF bzw. WDF-IDF ist bei neu geschaffenen Queries ohne festen Sinnzusammenhang wohl nur begrenzt geeignet. Außerdem sollten beide Beiträge (wenn überhaupt) nur von SEOs gelesen werden – und die müssen mit hohen Keyworddichten schließlich umgehen können ;)

Keyworddichte
Ein bisschen spammy, aber wirksam: Hohe Keyworddichte

Für beide Beiträge habe ich jeweils mehrere eigene Bilder verwendet und ganz bewusst nicht auf die von Cinestock bereitgestellten Bilder zurückgegriffen. Außerdem habe ich in beide Beiträge ein eigens für den Contest erstelltes Video eingebunden. Das Video ist ohne Script entstanden und hat insgesamt nur rund 45 Minuten Arbeitszeit (Aufnahme, Schnitt, Bearbeitung, Veröffentlichung) gekostet. Für zwei verschiedene Videos reichten leider weder meine Zeit, noch meine Motivation.

Intern waren beide Beiträge jeweils von den Startseiten des Projektes verlinkt. Im Falle von StoneWars.de aber nur sehr unscheinbar aus dem Footer, da ich meine Leser dort nicht mit dem Contest belästigen wollte.

Besonderheiten StoneWars.de

Der Beitrag auf StoneWars.de ist im Laufe des Contests auf knapp 1000 Wörter ausgebaut worden, wurde intern nur im Footer verlinkt und es hat kein externer Linkaufbau stattgefunden. Wie konnte der Beitrag also in der Endwertung bei so wenig Arbeitseinsatz auf der #2 landen, obwohl viele andere Teilnehmer mehr Zeit und Arbeit investiert hatten?

Ich kann hier natürlich nur Vermutungen anstellen, aber für mich kommen zwei mögliche Gründe in Frage:

Frühe Teilnahme:

Ich habe relativ früh am White Hat Jedi Contest teilgenommen. Damit war es entsprechend einfach, direkt in die Top 10 (in meinem Fall sogar auf die #1) einzusteigen. Wenn man dort einmal eingestiegen ist, muss man sich nur dort halten – das ist einfacher, als sich langsam nach oben zu kämpfen.

Themenrelevanz:

StoneWars.de ist (bzw. war) ein LEGO Blog mit einem großen Fokus auf LEGO Star Wars. Auch wenn ich dort mittlerweile über andere LEGO Themen berichte, ist für Google die inhaltliche Verknüpfung von StoneWars.de zum Thema Star Wars nach wie vor stark vorhanden.

Da Google sicherlich auch die Begriffe „Jedi“ und „Sith“ inhaltlich sehr stark mit Star Wars verknüpft und das auch (fast) jeder Teilnehmer in seinem Beitrag zum Contest gemacht hat, war StoneWars.de von allen teilnehmenden Seiten die einzige, die eine Themenrelevanz für diese Begriffe aufweisen konnte. Vor allem diesen Grund mache ich für mein gutes Ranking mit dem Beitrag verantwortlich.

Besonderheiten dreimarkfuffzig.de

Mein Beitrag zum Black Hat Sith Contest ist deutlich nach dem Beitrag auf StoneWars.de erschienen und auch nicht in den Top 10 eingestiegen. Das hat es für die URL deutlich schwerer gemacht, nach oben zu kommen. Die einzig wirklich relevante Besonderheit war hier, dass ich für diesen Beitrag etwas Linkaufbau aus einem eigenen Netzwerk heraus betrieben habe.

Der Linkaufbau fand auf den Startseiten einiger meiner stärkeren Projekte statt und zwar jeweils im „Above the fold“-Bereich. Und wie es sich für einen Black Hat gehört, waren alle Links mit dem Keyword hart verlinkt und außerdem versteckt, indem sie einfach per HTML auf einem weißen Untergrund weiß gefärbt wurden:

Blackhat Backlinks
Sehr spammy, aber (zumindest kurzfristig) wirksam: Für den Besucher „unsichtbare“ Links

Dieses Vorgehen würde ich zwar für echte Projekte niemals empfehlen, aber als kleiner Test für meine Black Hat Sith Teilnahme waren sie eine willkommene Ergänzung und sorgten innerhalb von wenigen Tagen für steigende Rankings. Mittlerweile ist der Beitrag übrigens sogar auf der #1 und die Links wurden wieder entfernt.

Eine weitere Besonderheit für den Beitrag hier auf dreimarkfuffzig: Ich habe in einer 10.000 Mitglieder starken Nischenseiten Facebookgruppe um eine Manipulation der Klickraten in Google gebeten. Es sollte also nach „Black Hat Sith“ gegoogelt werden und dabei sollten sich die Suchenden dann auf dreimarkfuffzig.de durchklicken und hier ein paar Minuten verweilen. Diesem Aufruf sind auch insgesamt 250 Mitglieder an einem Tag gefolgt.

Allerdings hatte die Manipulation der Klickrate (wenn überhaupt) nur einen kurzen Erfolg. Nach einem kurzen Anstieg um einige Plätze (für wenige Stunden) war am Ende des Tages wieder das Ausgangsranking erreicht. Ob letztendlich die höhere CTR auch langfristig einen Einfluss hatte, kann ich nicht sagen, da sich hier dann viele Maßnahmen überschnitten haben.

SEO Contest CTR Manipulation
So sieht die Manipulation der CTR in den Webmaster Tools aus

Fazit zum SEO Contest

Es gibt für mich zwar Fazite zum SEO Contest von Cinestock: Zunächst einmal habe ich hier einige Taktiken ausprobieren können, die ich sicherlich für produktive Projekte so nie getestet hätte. Es ist spannend zu sehen, was in einer solchen Testumgebung funktionieren kann und welche SEO-Maßnahmen noch funktionieren, obwohl sie vielleicht schon seit Jahren für tot erklärt wurden. Was das angeht, kann ich jedem nur die Teilnahme an einem SEO-Contest empfehlen, um den eigenen SEO-Horizont ein wenig zu erweitern.

Außerdem hat sich der Contest für mich auch aus anderen Gründen gelohnt: Die Preise. Ich habe zwar anfänglich nur aus Spaß teilgenommen, aber bei insgesamt rund 4 Stunden Arbeitseinsatz für beide Contests, ist das ganze dank der Gewinne auch Abseits der Learnings keine verschwendete Zeit gewesen:

  • Pokal (Platz 2), Medaille (Platz 5)
  • OMT-Ticket
  • Tactixx Ticket
  • Ticket zur AXCD Konferenz 2019
  • Jahresaccount Seobility Premium
  • 2x Tasse, 2x Fussmatte
  • 2x Aktien Investment-Package Jahresabo
  • Basic Zugang Pagerangers für 3 Monate
  • Contra Club-Mitgliedschaften für 6 Monate
  • 12 Monate-Experten-Accounts bei marketing-boerse.de
  • eLearning-Kurs „Spezialist eCommerce -Optimierung“
  • 90 Cinestock Credits

Übrigens: Der OMT ist schon vorbei (eine Recap kommt noch) und alleine dafür hat sich die Teilnahme am SEO Contest irgendwie gelohnt, weil ich mir wahrscheinlich nicht einfach so ein Ticket gekauft hätte.

Abschließend kann ich also sagen: Wir brauchen wieder mehr SEO-Contests. Danke an Martin für diesen hier und für die Preise – ich bin beim nächsten mal gerne wieder dabei.

Über Lukas Kurth 55 Artikel
Ich bin Lukas und arbeite im Bereich Online-Marketing seit 2010. Auf dreimarkfuffzig.de schreibe ich über Themen rund um Affiliate- und Nischenseiten und veröffentliche Testberichte verschiedener Tools.
Kontakt: Webseite

7 Kommentare zu Meine Erfahrungen im Black Hat Sith und White Hat Jedi SEO Contest

  1. Fazit: Keinen ersten PLatz ergattert. Die anderen Plätze sind nicht relevant.
    Und: Mit dem realen Seo, das uns hohe Umsätze bescherrt, hat der Contest nichts zu tun.

    Unter dem Strich: Zu viel Zeit gehabt, die sicherlich woanders besser investiert wäre.

  2. Boah! Lukas … Jetzt fühle ich mich aber richtig schlecht, weil ich das Thema mit dem Ende des Contests einfach habe links liegen lassen. Mal schauen, ob ich auch noch den Contest-Beitrag wieder aufräume und alles nochmal irgendwo zusammenfasse.

  3. Hi Lukas, was für andere Massnahmen und Techniken hast du den mit welchen Erfolg ausprobieren können ? Meine mich zu erinnern das du ein Plugin genutzt hast wenn jemand in die Serps zurückspringt. Hab ichs überlesen ? Wie beurteilst du letztendlich dieses Plugin ? Gruss Chris

    • Das Plugin habe ich tatsächlich kurzfristig getestet, aber nicht wirklich so wie man es produktiv nutzen „sollte“ – es dürfte also keinen Einfluss auf die Rankings gehabt haben denke ich. Das Plugin ist definitiv nützlich und ich kann mir schon 1-2 Anwendungsfälle vorstellen, bei denen man es gut benutzen kann.

  4. „Das Video ist ohne Script entstanden und hat insgesamt nur rund 45 Minuten Arbeitszeit (Aufnahme, Schnitt, Bearbeitung, Veröffentlichung) gekostet.“

    Mich hat dein Video (ja, ich habs gesehen) zwei Iboprofen und eine Sinnkrise gekostet. Glückwunsch zu den beiden Fußmatten.

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